Pétanque

Der Präzisionssport Pétanque ist eine Boule-Sportart.

Der Sport wird von rund 570.000 Sportlerinnen und Sportlern in 76 nationalen Verbänden (Stand Dezember 2007), die der Fédération Internationale de Pétanque et Jeu Provençal (FIPJP) angehören, betrieben.  Nach Schätzungen des Deutschen Pétanque Verbandes (DPV) gibt es in Deutschland rund 1 Million nicht organisierter Freizeitspieler. In Deutschland wird von Freizeitspielern meist der Begriff Boule benutzt. Die meisten Freizeitspieler spielen allerdings in Anlehnung an die Grundregeln des Pétanque. In der Freizeitvariante kann man Pétanque auch als Geschicklichkeitsspiel bezeichnen.  Pétanque ist ein Sport, der von Menschen jeden Alters gespielt werden kann, auch von solchen, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind. Die Regeln sind sehr einfach und verständlich. Besondere Kraft ist nicht nötig, es geht nicht darum, wer am weitesten kommt; so können alle miteinander spielen. Das Material ist einfach und nicht teuer, ein Platz findet sich überall.

Die Grundregeln des Spiels wurde hier vom dvp als übersichtliches Schaubild ausgegeben.

Spielfeld

Gespielt wird auf jedem Gelände; ein ebenes, glattes Spielfeld oder Banden wie bei deritalienischen Variante Boccia bzw. bei der Bowls-Variante sind nicht erforderlich. Wenn in abgegrenzten Feldern gespielt wird, müssen diese Spielfelder bei Meisters

chaften 15 m mal 4 m betragen, mindestens aber 12 m × 3 m groß sein

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Kugeln

Um für offizielle Wettkämpfe zugelassen zu werden, müssen die Pétanque-Kugeln vomfranzösischen Boule-Verband verwendet werden. Petanque wird, bis auf die Zielkugel, ausschließlich mit Metallkugeln gespielt. Um das Spiel kennenzulernen, genügt für den Anfang ein einfacher und preiswerter Satz Wettkampfkugeln. Ein Satz besteht immer aus 3 Kugeln von demselben Hersteller, Gewicht, Durchmesser und derselben Seriennummer. Einen zum Wettkampf zugelassenen Satz Einsteigerkugeln bekommt man ab ca. 50 Euro, wobei Spitzenprodukte auch weit über 200 Euro pro Satz kosten können.

Technik und Taktik

Innerhalb der Mannschaften kann man die Aufgaben der einzelnen Spieler unterscheiden.In der Einerkonstellation des „tête à tête“ muss der Spieler sowohl Legen als auch Schießen können. In der Zweiermannschaft des Doublette übernimmt für gewöhnlich ein Spieler den Part des Legens (Leger oder Pointeur), wohingegen sich sein Mitspieler auf das Schießen, also das Entfernen gegnerischer Kugeln, konzentriert (Schießer, Tireur). Im Dreierteam des Triplette kommt noch ein weiterer Spieler hinzu. Er kann sowohl gut Schießen als auch Legen, weswegen er als „Milieu“ den Platz in der Mitte des Teams einnimmt und seine Kugeln stets je nach Situation verwendet. Grundsätzlich ist diese Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft jedoch nicht zwingend, sie kann jederzeit geändert werden. Es kann eine zielführende Taktik in einer Aufnahme sein, den gegnerischen Leger zum Schießen oder den gegnerischen Schießer zum Legen zu zwingen, also den Spieler zu der für ihn ungewohnteren Technik zu zwingen, in der Hoffnung, dass er dann mehr Fehler macht. Umgekehrt wird häufig „gedreht“, also der Rollentausch als taktisches Mittel angewendet. Insbesondere, wenn der Gegner gerade überlegen ist, kann diese Maßnahme eine entscheidende Wende herbeiführen.

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Bild1: Chauki
Bild2: Brevity
Bild3: Pastorius